Kochen für Faule

Kochen für Faule

Cornelia Trischberger – Kochen für Faule
Verlag Gräfe & Unzer, 140 Seiten, 16,99 €

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Wenn man in der Küche nicht wirklich ein Virtuose ist, der alles daran setzt, ein großartiges und unvergleichliches Menü für sich, die Familie oder für Gäste zuzubereiten, dann kann man sich gut und gerne als Faulpelz in Sachen Kochen titulieren. Trotzdem möchte man ja aber bisweilen mal etwas Abwechslung im Speiseplan haben und nicht ständig nur von Spaghetti Bolognese oder Pizza leben.

Für alle Kochmuffel, die lernen möchten, wie sie trotz ihrer Faulheit binnen kürzester Zeit etwas Gutes auf den Essenstisch zaubern können ist das Buch von Cornelia Trischberger mit dem wunderbaren, klar die Zielgruppe bezeichnenden Titel „Kochen für Faule“ gedacht. Auf 140 reich bebilderten Seiten findet man leckere Gerichte vom Salat über Omletts und Fisch bis hin zu Desserts, die allesamt in kurzer Zeit und mit nur wenigen Arbeitsschritten sowie lediglich einer Hand voll Zutaten hergestellt werden können.

Ganz am Ende des Buches findet man sogar eine Zusammenstellung von vier verschiedenen unkomplizierten Gästemenüs mit jeweils drei Gängen, die sich aus einzelnen Rezepten der vorangegangenen Kapitel zusammensetzen. Eine Einkaufsliste für den Kochfaulen an sich rundet das Buch ab.

Die Rezepte selbst sind stets auf einer Doppelseite platziert, wobei auf einer der beiden Seiten stets per Foto das Endresultat gezeigt wird. Die einzelnen Zubereitungsschritte sind durchnummeriert und gut selbst während des Herstellungsprozesses aufgrund der Kürze der Absätze nachvollziehbar. Mehr als acht Teilschritte wird man bei keinem der Gerichte finden. Für Kochmuffel, denen sogar schon zehn Arbeitsschritte bei der Zubereitung eines Essens zuviel sind, also wirklich ideal.

Zwischen den unterschiedlichen Rezepten gibt es immer wieder Übersichtsseiten, wo mit einzelnen Produkten die Herstellung von mehreren Menüvarianten vorgestellt wird. Insgesamt also reichlich Auswahl beim Fabrizieren von „faulen“ Menüs.

Den einzigen Minuspunkt bildet bei „Kochen für Faule“ eindeutig der Preis des Buches, das mit seinen 140 Seiten vergleichsweise dünn geraten ist. Hier könnte man dagegen halten, dass natürlich die schicke Aufmachung und die Appetit machenden Bilder auch allesamt hergestellt sein wollen. Trotzdem, letztlich ist das Thema „Kochen für Faule“ und nicht „Kochen für Food Design Liebhaber“. Hier könnte in der Tat ein wenig mit der Bebilderung zurück gefahren werden. Ansonsten kann man das Buch thematisch und in der reichhaltigen und gut nachkochbaren Auswahl der gezeigten Speisen jedoch wärmstens empfehlen.

8 von 10 Sternen