100 Dinge, die Sie einmal im Leben gegessen haben sollten

100 Dinge, die Sie einmal im Leben gegessen haben sollten

Margit Schönberger, Jörg Zapprick: 100 Dinge, die Sie einmal im Leben gegessen haben sollten Ludwig Verlag München 2011, 336 Seiten, 19,99 Euro

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Wenn sich zwei kulinarisch versierte Journalisten übers Essen unterhalten, dann kann dabei schon mal ein wirklich interessantes Buch heraus kommen. So geschehen bei „100 Dinge, die Sie einmal im Leben gegessen haben sollten“. Zwei Genießer stellen dem Leser ihre hundert liebsten Lebensmittel vor, erzählen, woher sie stammen und wie sie auf typische oder auch besonders leckere Weise zubereitet beziehungsweise verwendet werden können.

Mit dabei in der Liste der von A bis Z ausführlich vorgestellten 100 Speisen sind so außergewöhnliche Dinge, wie Anchovis, Jakobsmuscheln, Kaktusfeigen und Rentiere. Aber auch so alltägliche Küchenzutaten, wie Haselnüsse, Knoblauch, Pfeffer und Salz. Obwohl man sich zunächst vor allem bei Letzteren wundern mag, dass sie es in die Liste geschafft haben, haben sie doch alle tatsächlich ihre Berechtigung, in dieser ganz besonderen Auswahl dabei zu sein.

Zu jedem Lebensmittel haben die Autoren eine kleine, aber feine Geschichte parat. Man erfährt beispielsweise alles über essbare und nicht essbare Blumen, was den Parmesello von Kraft vom echten Parmesan unterscheidet, warum eine kleine unbekannte Mittelmeerinsel für die Kaper ein königliches Heim darstellt und warum echter Langkornreis mit dem Reis aus dem Kochbeutel nicht mehr viel gemeinsam hat. Man lernt Grundlegendes über Bottarga, den sardischen Kaviar, der getrocknet verspeist wird und über die Meerkartoffel Bonottes, für die Rekordpreise gezahlt werden.

Sie sehen schon, liebe Leser, es handelt sich hier nicht um ein klassisches Kochbuch, sondern vielmehr einen einmalig guten Ratgeber, der einen bei 100 verschiedenen Gaumenfreuden hinter die Kulissen schauen lässt. Nichts desto trotz sind aber auch in diesem Buch einige leckere Rezeptideen, stets passend zum jeweiligen Lebensmittel, zu finden. Ein Buch, das nicht nur Kochfreunde zum Stöbern einlädt und welches so manchen Aha-Effekt für seine Leser bereit hält. Einziges Manko – es hätten ruhig zwei – bis fünfhundert Lebensmittel sein können, denn vom Wissen über gutes Essen kann man schließlich nie genug haben.

9 von 10 Sternen