Donnerstag ist Veggietag

Donnerstag ist Veggietag

Miki Duerinck, Kristin Leybaert: Donnerstag ist Veggietag
Südwest Verlag München 2011, 178 Seiten, 12,99 Euro

Bei Amazon bestellen: Donnerstag ist Veggietag: Genuss und Abwechslung mit vegetarischen Rezepten

Vegetarisch leben – wäre das auch etwas für Sie? Wenn Sie sich jetzt schon gleich abwinken und ganz klar sagen, dass Sie sich ein Leben so ganz ohne Fleisch und Fisch nicht vorstellen können, so geht es Ihnen da nicht anders, als momentan noch immer den meisten Menschen in Deutschland.

Allerdings kriegen auch beinahe ebenso viele Menschen große Augen der innerlichen Verzweiflung, wenn es um das Thema Massentierhaltung und Umweltverschmutzung geht. Fleischverzehr ohne Massentierhaltung ist jedoch nach wie vor eher schwierig, wenn man die Mengen bedenkt, die von den Verbrauchern täglich eingefordert werden.

Um ein Zeichen zu setzen, dass es prinzipiell auch ohne Fleisch geht wurde vor einiger Zeit die Initiative „Donnerstag ist Veggietag“ von Vegetarierbund Deutschland ins Leben gerufen. Nachdem es bereits weltweit in einzelnen Städten, Unternehmen und Organisationen zu ähnlichen Initiativgründungen gekommen war hat man in Deutschland nachgezogen und versucht nun, die Idee des Veggietages hierzulande populär zu machen. Die Idee dabei: Einen Tag in der Woche – bevorzugt am Donnerstag – soll man auf jeglichen Fisch- und Fleischverzehr verzichten. So trägt man einerseits entscheidend zur eigenen Gesundheit bei und andererseits leistet man seinen Beitrag, um Tieren und Umwelt wieder zu ihrem Recht zu verhelfen.

Was „echte“ Vegetarier also die gesamte Woche über praktizieren soll der „Normalbürger“ zumindest während eines Wochentages ebenfalls durchziehen. Dabei Hilfestellung leisten soll das vorliegende Kochbuch zur Initiative. Aufgeteilt auf die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter bietet das Buch reichlich saisonale und raffiniert das Fleisch ersetzende Rezeptideen auf vegetarischer Basis. Für alle 52 Wochen des Jahres werden jeweils auf einer bebilderten Doppelseite schmackhafte zur Jahreszeit passende vollwertige vegetarische Gerichte vorgestellt und die Herstellung in kurzen aufeinander folgenden Punkten dargelegt. Passende Küchentricks und Kniffe finden sich jeweils am Schluss der jeweiligen Abhandlung. Zum Ende jedes Jahreszeitenkapitels werden auf jeweils vier Seiten Anregungen zu saisonalen Salaten, Saucen, Beilagen und Brotaufstrichen gegeben.

Somit hat der Leser oder die Leserin auch die Möglichkeit, sich in punkto Frühstück, Snack oder Zwischenmahlzeit sowie Reis- und Pastavariation das Gewünschte heraus zu suchen. Als praktische letzte Kapitel werden der entsprechend bestückte Vorratsschrank und die saisonal erwerbbaren frischen Produkte genauer beleuchtet. So fällt es jedem auch noch so eingefleischten Fleischesser nun wirklich relativ leicht, einen vegetarischen Tag einzulegen.

Das Buch überzeugt vor allem aufgrund der Einfachheit und der dabei trotzdem dargelegten Raffinesse der Rezepte. Selbst für Tofu- und Saitanhasser finden sich genügend Alternativen, die es auszuprobieren gilt. Das Einzige, was fehlt, ist eine Auswahl an süßen Nachspeisen. Ansonsten aber kommt man als angehender „Flexitarier“ wirklich voll auf seine Kosten.

8 von 10 Sternen